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2. Festigung der Gemeinschaft


Anfang der 60er Jahre, mit Beginn der Tätigkeit von Pfarrer Michael Kenst in Wiesbaden-Biebrich, festigte sich die Gruppe. Regelmäßig waren einmal im Monat Stammtische im Ratskeller angesagt, später wieder im Bahnhofsrestaurant. Dort versammelten sich Runden von 20-40 Personen, deren Diskussionsthema die Lage in Deutschland und in der Heimat war. Auch Lebenshilfe wurde erwartet und gegeben. Von besonderer Wichtigkeit war die Klärung von Personalpapieren, wozu oft Übersetzungen benötigt wurden, deren Gültigkeit Herr Pfarrer Kenst bescheinigte. Bald verlagerten sich die Veranstaltungen in das Biebricher Pfarrgemeindehaus, wobei der Schwerpunkt auf der Betreuung von Spätaussiedlern lag. Dazu gehörten Besuche im Lager Holzstrasse, Beratung bei Anträgen auf Lastenausgleich und beim Errichten von Familienhäusern auf landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen. Bedurfte es hierfür besonderen Fachwissens weniger Spezialisten, so standen auch die übrigen nicht abseits, sondern beteiligten sich in großer Zahl an der Gestaltung des Gemeinschaftslebens, auch ohne dass es einen formellen Vorstand gab. Hervorhebenswert für diese Zeit sind u. a. Gerda Adleff und Oskar Eduard Wilk.